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Der wachsende Aftermarket: Verschleißteile und E-Bike-Ersatzteile

Schläuche, Ketten, Bremsbeläge und E-Bike-Teile: Der Fahrrad-Aftermarket wächst weiter, auch wenn die Neuradverkäufe stagnieren. Marktdaten und Strategie für Ihre Werkstatt.

SD
Redazione CrankPal
25. August 2026
3 Min. Lesezeit
Der wachsende Aftermarket: Verschleißteile und E-Bike-Ersatzteile

Während der Umsatz der italienischen Fahrradbranche von 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf rund 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2025 abrutschte und die Margen im selben Zeitraum von 7,6 % auf 3,2 % einbrachen, hielt sich ein Segment vergleichsweise stabil: der Fahrrad-Aftermarket – alles, was nach dem Rad selbst verkauft wird. Schläuche, Reifen, Ketten und Bremsbeläge bilden nach wie vor das Rückgrat dieses Marktes, doch das eigentliche Wachstum kommt heute von E-Bike-Teilen – Motoren, Akkus, speziellen Kettenblättern – und verschiebt die Einkaufsprioritäten von Händlern und Werkstätten gleichermaßen.

Warum der Aftermarket trägt, wenn der Neuradverkauf schwächelt

Der Rückgang der Neuradverkäufe ist längst ein gesicherter Trend: von einem Höchststand während der Corona-Zeit von 2,01 Millionen Stück im Jahr 2020 fiel Italien auf 1,7 Millionen im Jahr 2022 (-10 %), 1,36 Millionen im Jahr 2023 (-23 %) und 1,303 Millionen im Jahr 2025 (-4 %). Doch ein Bestand, der nicht mehr im Tempo der Pandemie wächst, ist kein Bestand, der aufhört zu rollen – im Gegenteil: Mehr Räder bleiben länger im Einsatz, was eine stetigere Nachfrage nach Teilen und Verschleißmaterial bedeutet. Nicht von ungefähr macht das Servicegeschäft 60-90 % des Händlerumsatzes und rund 70 % des tatsächlichen Gewinns aus: Die Fachpresse stellte 2026 fest, dass ohne Werkstatteinnahmen viele Geschäfte am Boden lägen. Rund 95 % der über 4.000 italienischen Fachhändler bieten Reparaturen an – ein Beleg dafür, dass der Aftermarket kein Nebengeschäft ist, sondern der Kern des Modells.

E-Bikes verschieben den Schwerpunkt des Aftermarkets

Die entscheidende Zahl ist hier die Verschiebung im Verkaufsmix: E-Bikes wuchsen von etwa 10 % des italienischen Marktes im Jahr 2017 auf heute rund 20 %, und in Deutschland haben sie klassische Räder bereits überholt und erreichten 2024 einen Verkaufsanteil von 53 %. In der Werkstatt zeigt sich diese Verschiebung noch deutlicher: E-Bikes machten 2024 rund drei Viertel der in die Werkstätten kommenden Räder aus. Diese Quote kann niemand ignorieren, der ein Geschäft führt, denn sie verändert sowohl das, was im Regal liegt, als auch den Wert jedes Auftrags – ein in Wattstunden gemessener Motor oder Akku ist weder in der Marge noch in der Handhabungskomplexität mit einem Schlauch vergleichbar, und die Abwicklung von E-Bike-Garantien bleibt auch 2026 die größte betriebliche Herausforderung für Serviceabteilungen.

Die klassischen Verschleißteile haben nicht an Boden verloren

Dennoch sind die traditionellen Bestseller des Fahrrad-Aftermarkets keineswegs verschwunden: Schläuche, Reifen, Ketten und Bremsbeläge sind für jede Werkstatt weiterhin die am schnellsten drehenden Positionen und erzeugen tägliche Liquidität, selbst wenn der Neuradverkauf schwach ist. Es sind Teile mit niedrigem Stückwert und hoher Frequenz – und genau deshalb ist ihre Lagerverwaltung wichtiger, als es scheint. 2022 wurden rund 40 % der von italienischen Geschäften bestellten Teile nie geliefert, bei Lieferzeiten für Komponenten von 340-700 Tagen – in manchen Fällen bis zu 24 Monaten. Eine Werkstatt ohne echten Überblick über ihren tatsächlichen Lagerbestand riskiert, dass ihr das grundlegendste Teil genau im falschen Moment ausgeht – und verliert damit sowohl den Auftrag als auch den Kunden.

Was das für den Werkstattbetrieb bedeutet

Aus den Daten lassen sich zwei getrennte, aber verbundene Prioritäten ableiten. Bei den klassischen Verschleißteilen liegt die Herausforderung im Umschlag: zu wissen, was sich bewegt, wie oft, und sowohl Lieferengpässe als auch in Teilen gebundenes Kapital zu vermeiden, die das Regal nie verlassen. Bei E-Bike-Teilen ist die Herausforderung eine andere – höherer Stückwert, oft marken- und motorspezifisch, mit Garantiezyklen, die präzise nachverfolgt werden müssen. Werkstätten, die diese beiden Welten gleich behandeln – ein undifferenziertes Lager, eine generische Kundenakte –, lassen am Ende auf beiden Seiten Marge liegen. Auch die Kundenbeziehung ist zu einer eigenen Disziplin geworden: 2026 werden Customer Lifetime Value und Kundenabwanderung als Faktoren genannt, die bis zu 25-35 % des Umsatzes eines serviceorientierten Betriebs ausmachen, und automatisierte E-Mail-Nachfassaktionen gelten heute als Standard, nicht als nettes Extra.

Vor diesem Hintergrund macht ein einheitlicher Teilekatalog und eine an die tatsächlich erledigten Aufträge gekoppelte Kundenhistorie – statt zweier getrennter Systeme, eines fürs Lager und eines für die Kundendaten – aus dem Aftermarket mehr als nur tägliche Liquidität: eine planbare Gewinnquelle. Genau diese Infrastruktur will eine für Werkstätten gebaute Plattform wie CrankPal denjenigen an die Hand geben, die all das jeden Tag managen.

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